Spirituelles Verständnis



Erkenne dich selbst! ist die Aufforderung, die in der griechischen Philosophie wie in den mystischen Traditionen der Religionen zum Lernen und Suchen ermutigt.

ROSE im HOF bietet ein Lernfeld, das zur Selbsterkenntnis genutzt werden kann.

Wichtig sind uns

  • die Verbindung von spiritueller Erfahrung und Alltagsleben,
  • ein ganzheitliches Verständnis des Menschen als komplexes System von unterschiedlich verdichteten Erfahrungsmöglichkeiten wie Körper, Gefühl, Denken und Geist,
  • eine Sichtweise, die alle Phänomene gleichzeitig als Ganzes und als Teil, also als Holon, auffasst.

 


Konstruktivismus



In der Frage der Religionen vertritt ROSE im HOF eine konstruktivistische Haltung. Damit ist gemeint, dass wir die individuelle Entscheidung von Menschen für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft ebenso respektieren und achten wie die Entscheidung für ein spirituelles Weltbild ohne Religionszugehörigkeit, eine agnostische oder eine atheistische Weltsicht. Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidung - wie immer sie getroffen wird - Auswirkungen auf  unser jeweiliges Weltbild hat, und dass es auf jeder Basis möglich ist, ein ethisch verantwortliches Leben zu führen.


Esoterik



Im Gegensatz zur Exoterik, die die äußeren Regeln einer Religion bezeichnet, meint der Begriff Esoterik die innere oder mystische Seite.

In ROSE im HOF interessieren wir uns für dieses mystische Verständnis der verschiedenen spirituellen Schulen und die damit verbundenen Praktiken und Übungen.

Gegenüber vielem, was am „Esoterik-Markt“ angeboten wird, möchten wir uns durch Seriosität, Authentizität und Qualitätsbewusstsein abgrenzen. Insbesondere ist uns wichtig, dass unsere Angebote auf gelebter Erfahrung und geprüftem Wissen beruhen.


Wissenschaftliches Verständnis



Die Einheitserfahrung als letztes Ziel von Selbsterkenntnis ist - aufgrund der dualistischen Struktur unseres Erkenntnisvermögens - auf rein rationalem Weg nicht erreichbar. Auf dem Weg zu einer transrationalen, mystischen Wirklichkeitserfahrung halten wir ein wissenschaftliches Verständnis spiritueller Arbeit jedoch für unerlässlich.

Dafür relevante Konzepte sind unter anderem der systemisch-konstruktivistische Ansatz, Kybernetik, Erkenntnistheorie, transpersonale Psychologie, Psychosynthese.


Literatur



Roberto Assagioli Handbuch der Psychosynthese: Angewandte transpersonale Psychologie. Aurum, Freiburg im Breisgau, 1978 
Gregory Bateson Ökologie des Geistes: Anthropologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Suhrkamp, Frankfurt a.M., 1983 
John G. Bennett Der Grüne Drache: das Herz der Sufi-Lehre. Bruno Martin, Südergellersen, 1993 
Mircea Eliade Das Okkulte und die moderne Welt: Zeitströmungen in der Sicht der Religionsgeschichte. Otto Müller, Salzburg, 1978 
Mircea Eliade Mythen, Träume und Mysterien. Otto Müller, Salzburg, 1981 
Heinz von Foerster KybernEthik. Merve, Berlin, 1993 
Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld Wie wir uns erfinden: Eine Autobiographie des radikalen Konstruktivismus. Carl-Auer-Systeme, Heidelberg, 1999 
Georg I.Gurdjieff Das Leben ist nur wirklich wenn „ich bin“. Sphinx, Basel, 1987 
Willigis Jäger Die Welle ist das Meer: Mystische Spiritualität. Herder, Freiburg im Breisgau, 2000 
Annemarie Schimmel Mystische Dimensionen des Islam: Die Geschichte des Sufismus. Diederichs, Köln, 1985 
Thich Nhat Hanh Lächle deinem eigenen Herzen zu. Herder, Freiburg i.Br., 1995 
Paul Watzlawick Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen. dtv, München, 1977 
Paul Watzlawick Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen. Piper, München, 1976 
Ken Wilber Eros, Kosmos, Logos: Eine Vision an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend. Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt a.M., 1996 

Symbol und Name